BÄRLAUCH IN HÜLLE UND FÜLLE

Pflanzenbeschreibung

Bärlauch, auch wilder Knoblauch genannt, bald im Frühjahr wachsen aus der bis zu 7 cm großen Zwiebel 20 – 25 cm lange lanzettenförmige Blätter, dazwischen wächst ein Stiel mit weißen, sternförmigen Blüten. Die ganze Pflanze riecht nach Knoblauch. Achtung Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Maiglöckchen, Herbstzeitlose und dem Aronstab! Wächst in humusreichen Laubwäldern an feuchten und schattigen Standorten.

Gesundheitliche Aspekte

Ein äußerst gesundes Wildgemüse! Bärlauch wirkt anregend, harntreibend, entgiftend und blutreinigend, also eine typische Frühjahrskur-Pflanze. Enthält schwefelhaltige ätherische Öle, wie Knoblauch, gegen Verkalkung und Bluthochdruck, reguliert Cholesterinspiegel. Aktiviert abgelagerte Schwermetalle, daher viel Trinken!

Verwendung in der Küche

Gesammelt werden junge Blätter (wegen der Verwechslungsgefahr am besten einzeln pflücken!), später auch Blütenknospen. Roh kleingehackt in Suppen, Salaten und Aufstrichen, Pesto.

Gekocht, wie Spinat verwenden für Strudel, Aufläufe, Lasagne etc. Die Zwiebeln werden wie Knoblauch verwendet. Bärlauch eignet sich nicht zur Trocknen oder Einfrieren, er verliert das Aroma.

Mythologie/Magie

Bär, Wolf und Fuchs waren germanische Seelentiere. Der Bär steht für Fruchtbarkeit, seine Kraft und Stärke bricht die Macht des Winters, bricht das Verhärtete und erwärmt den Körper. Fastnacht: Verkleidung als Bären! „ge-bär-en“ Bärlauch wird an heiligen Tagen als Kultspeise gegessen. Pflanzen, die Bärennamen tragen, sprach man zu, Bärenkräfte verleihen zu können. Auch: Wolfsbeeren, Wolfsmilch, Wolfsdisteln, Fuchsbeeren, Fuchssalbenkraut, Fuchswurz, Bärlapp, Bärwurz, Bärenklau, Bärlauch

Meine Lieblingsrezepte

Bärlauchtinktur: Glas mit zerkleinerten Blättern füllen, mit 40%igem Alkohol übergießen und nach 3 Wochen abfiltern. Mit Wasser oder Fruchtsaft verdünnt 20 Tropfen täglich!

Bärlauchpesto: 1/8 lt Olivenöl, 2 Handvoll Bärlauchblätter, 100 g Walnüsse/Pinienkerne/Sonnenblumenkerne, 2 EL Salz mörsern, 100 g Parmesan unterrühren. In kleine Gläser füllen und mit Olivenöl abdichten

Bärlauchpalatschinken: Palatschinkenteig mit nudelig geschnittenem Bärlauch vermischen und herausbacken, gebackene Palatschinken mit Ziegenfrischkäse füllen, mit Radieschen garnieren.

Bärlauchweckerl aus Germteig: 500 g Dinkelmehl, 100 g Bärlauch geschnitten, 1 PKg. Germ /Hefe, 2 EL Kräutersalz, 1 EL Pfeffer gem., 2 EL Olivenöl, 125 ml lauwarmes Wasser, 2 TL Zucker

Germteig zubereiten, zweimal gehen lassen, Weckerl formen, wieder gehen lassen, anfangs sehr heiß backen (5 Min. bei 220 Grad, dann 15 -20 Min bei 180 Grad)

 

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