Erfahrung 2 von Brigitte W., 58 J., Wien

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Ostara

Das Wetter war schön, daher ging es hinaus auf eine Lichtung. Welche Freude, wieder die Sonne und die Luft auf der Haut zu spüren, welche Freude, mit anderen Frauen gemeinsam im Kreis zu tanzen und zu lachen!

OstaraDen Duft des Bärlauchs in der Nase und die Aufbruchsstimmung von Ostara im Herzen. Nun würden die Tage wieder länger werden. Die roten Eier durften nicht fehlen, Symbol für Ostara, Symbol für Ostern. Und mit ihrer leuchtenden Farbe eine schöne Ergänzung zu den zarten Farben der ersten Frühlingsblumen, die sonnenhungrig ihre Köpfchen aus der Erde streckten.

Für die Fliegenpilzzeremonie war es draussen noch zu kalt, dazu ging es zurück in die Wohnung. Mike hatte ausführlich vom Fliegenpilzmädchen erzählt. Meine Vorfreude war groß.

Meine schamanische Reise zu Ostara mit dem Fliegenpilz:

Ich gehe durch einen langen Gang und komme zu einer großen Höhle. In der Mitte ist ein türkisblauer See, die Wände der Höhle sind erdfarben, blau und türkis und ich sehe alles aus der Vogelperspektive. Ich gehe weiter durch einen schmalen Gang, er ähnelt dem in einem Salzbergwerk. Ich muss mich dünn machen, um durchzukommen. Wieder komme ich zu einer Höhle, ich sehe eine Gruppe von Frauen, die rund um ein Feuer sitzen. Frauen, die der Hexerei beschuldigt werden und sich nun verstecken, um dem Scheiterhaufen zu entgehen, schießt es mir durch den Kopf. Ich bin eine von ihnen, sitze mit am Feuer. Ich wäre gerne geblieben, doch ich muss aufstehen und weiter gehen. Es tut mir weh, die Gruppe zu verlassen, doch ich muss weitergehen, wieder durch einen ganz schmalen Gang. Ich komme zu einer Höhle mit wunderbaren Wandmalereien. Ich war noch nie in der Höhle von Altamira, aber so ähnlich muss es dort aussehen.

Und wieder holte Walpurga mich für mein Gefühl viel zu schnell zurück, dabei war ich doch über eine Stunde auf meiner bequemen Matte gelegen. Ein köstliches Abendmahl rundete den Nachmittag ab.