Erfahrung 5, Brigitte W., 61 J., Wien

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Meine Reise mit dem Fliegenpilz

„Mein Name ist Brigitte ….“ So beginnt meine Fliegenpilzreise – jedes Mal. Das ist eines der wenigen Dinge, die jedes Mal gleich sind. Ansonsten ist jede Fliegenpilzreise einzigartig. Was den Reisen noch gemeinsam ist: Ich gewinne jedes Mal wertvolle Erkenntnisse – ich nenne sie Botschaften. In den letzten Jahren waren das viele. Nicht immer konnte ich sofort etwas damit anfangen – aber ich habe mich IMMER darangehalten.

In den letzten Jahren hat sich nach und nach mein Leben verändert – und der Fliegenpilz war ein ganz wesentlicher Baustein dazu. Als ich mit den Reisen begann, war ich vom Leben schwer gezeichnet. Ich hatte nicht nur meinen Mann, sondern auch mein Gedächtnis verloren – kurz gesagt: Ich war nicht mehr ich selbst.

„Was um alles in der Welt mache ich da eigentlich?“ schoss es mir durch den Kopf, als Mike mir zum ersten Mal den Becher mit dem Fliegenpilztrunk reichte.

Viel Zeit zum Nachdenken hatte ich nicht. Plötzlich erblickte ich eine wunderschöne Waldlichtung, märchenhaft schön. Jahre später sollte ich feststellen, dass es diesen Platz auch „in echt“ gibt – ich hatte diese Lichtung allerdings nie zuvor gesehen.

Auf dieser Lichtung im Wald startet jede meiner Fliegenpilzreisen. Meine Krafttiere – eine Bärin und ein Reh – begleiten mich.

Von der Lichtung führt ein Weg zum Waldrand und dann – nach einer Kurve – weiter. Es hat viele Fliegenpilzreisen gedauert, bis ich dieses Weg gehen durfte. Heute weiß ich, was hinter dieser Kurve liegt – ein kleines Dorf, eingebettet in Wiesen und Äcker.

Von hier aus komme ich manchmal noch weiter – hoch hinaus über das Dorf in die weiten Sphären – zu meiner spirituellen Führerin.

Apropos Führerin: Ich heiße ja Brigitte und seit einigen Jahren begleitet mich die Göttin Brigid auf meinem Lebensweg. Es ist die Göttin, deren Stimme ich in meinen Fliegenpilzreisen vernehme und seit einiger Zeit sehe ich sie auch. Ihrem Rat folge ich – bedingungslos. Andere im meiner Gruppe sehen beispielsweise das Fliegenpilzmädchen und/oder hören seine Stimme.

Die Göttin hat immer eine Botschaft für mich – aber es ist nicht immer ein Ratschlag. Manchmal ist es auch eine Ermahnung. Ich erinnere mich an eine Fliegenpilzreise zu Imbolc. Es war Anfang Februar, ich war von den dunklen Tagen und langen Nächten gezeichnet und unzufrieden. Und dann hörte ich ihre Stimme: „Ich schenke dir ein Leben in Fülle – und du nimmst es nicht an.“

Der Satz brachte mich zum Nachdenken – und zum Handeln.

Bei meiner letzten Fliegenpilzreise sagte ich also voll Stolz: „Ich habe deinen Ratschlag befolgt. Ich sehe, dass ich ein Leben voller Fülle habe, und ich habe es angenommen.“ – „Du denkst an die äußerliche, materielle Fülle,“ entgegnete die Göttin. „Aber du denkst nicht an deinen inneren Reichtum. Entdecke deine Weisheit, deinen inneren Reichtum und überlege, wie du ihn für die Menschen nutzen kannst.“

Und ja, die Göttin hat natürlich recht. So, wie sie immer recht hat. Was ich vielleicht noch betonen sollte: Ich gehe immer mit einer ganz konkreten Frage in diese Reisen. Und ich erhalte immer eine Antwort. Manchmal ist die Antwort unangenehm. Manchmal verstehe ich sie nicht gleich – die Erkenntnis kommt erst in den nächsten Wochen. Manchmal ist die Umsetzung eine völlig andere als von mir gedacht.

Aber – und das kann ich jetzt nach so vielen Jahren mit dem Fliegenpilz sagen – jede Reise hat mich auf meinem tatsächlichen Lebensweg ein Stück weitergebracht. Jede Reise hat mich auf meinem spirituellen Weg weitergebracht.

Ich möchte diese Reisen nicht mehr missen. Sie haben mich in dieses neue Leben geführt.

Nun könnte man einwenden, dass das meine völlig subjektive Meinung ist. Doch ich habe von unerwarteter Seite Bestätigung erhalten. Meine Psychotherapeutin, die mich seit drei Jahren auf meiner Lebensreise begleitet, hat mich darauf hingewiesen. Als wir über meine Transformation in den letzten Jahren sprachen und wer mir in diesem Prozess geholfen hat, sagte sie: „Vergessen Sie den Fliegenpilz nicht!“ Wie wahr!

Danke an Walpurga und Mike, dass ihr mich in die Welt des Fliegenpilzes mitgenommen und so viele Jahre mit mir gereist seid. Ohne den Fliegenpilz, ohne euch wäre ich heute nicht dort, wo ich bin und vor allem: Ich wäre nicht die, die ich heute bin. Danke!